Arbeitnehmer Anwälte

Erste Hilfe im Arbeitsrecht ...

... bietet die Kooperation „ArbeitnehmerAnwälte“ auf den folgenden Seiten. Dies soll Ihnen helfen, keine Fehler zu machen, wenn Sie sich schnell entscheiden müssen. Anwaltlicher Rechtsrat soll dadurch nicht ersetzt werden.

Schnelle Hilfe zu folgenden Themen:

"Gespräch mit dem Chef"

Wie verhalten Sie sich, wenn Sie zum Gespräch mit dem Vorgesetzten oder Personalleiter gebeten werden?

"Kündigung - was nun?"

Wie verhalten Sie sich, wenn der Arbeitgeber Ihnen eine Kündigung ausgesprochen hat?


Beachten Sie den Haftungsausschluss. Wir beziehen uns nur auf die Rechtslage in Deutschland.

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Haftungsausschluss

Dieses kostenlose Informationsangebot ist nur als allgemeine, vereinfachende Orientierung zu verstehen und kann keine rechtliche Beratung in Ihrem konkreten Fall ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr dafür, dass die hier gegebenen allgemeinen Ratschläge vollständig und fehlerfrei zu Ihnen technisch übertragen werden und dass sie, auch bei korrekter Übertragung, in allen Einzelheiten zu Ihrem konkreten Fall mit seinen Besonderheiten passen.
Für rechtsanwaltliche Beratung, für deren Folgen die Anwältin oder der Anwalt haften, können Sie sich zum Beispiel an eine der Kanzleien der Kooperation „ArbeitnehmerAnwälte“ wenden.

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Impressum

Dieses Informationsangebot wird betrieben von den

Rechtsanwälten Müller-Knapp • Hjort • Wulff Partnerschaft
Klaus Müller-Knapp, Jens Peter Hjort, Manfred Wulff
Kaemmererufer 20
D-22303 Hamburg
Telefon: 040 - 650 666 90
Telefax: 040 - 650 666 999
E-Mail: kanzlei@arbeitsrechtsanwaelte-hamburg.de

Die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte dieses Rechtsanwaltsbüros sind Mitglieder der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer (Hamburg) und führen die Berufsbezeichnung Rechtsanwältin bzw. Rechtsanwalt, die ihnen in Deutschland verliehen wurde. Aufsichtsbehörde ist gemäß § 73 Abs. 2 Nr. 4 BRAO die Hanseatische Rechtsanwaltskammer, Bleichenbrücke 9, D-20354 Hamburg.

Die für die Berufsausübung maßgeblichen Regelungen

können im Internetangebot der Bundesrechtsanwaltskammer eingesehen werden.

Informationen zu den einzelnen Kanzleien erhalten Sie auf den eigenen Seiten der Kanzleien.

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Unsere Kanzleien

Was uns vereint

10405 Berlin

22303 Hamburg

28195 Bremen

30159 Hannover

44137 Dortmund

60313 Frankfurt am Main

60318 Frankfurt am Main

65185 Wiesbaden

68161 Mannheim

70176 Stuttgart

79098 Freiburg

80336 München

90429 Nürnberg

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Was uns vereint

Im Jahr 2001 gründete sich in Frankfurt am Main die erste deutschlandweite Kooperation von Anwaltskanzleien, die im Arbeitsrecht ausschließlich auf Arbeitnehmerseite tätig sind.Von Hamburg bis Freiburg und von Dortmund bis Berlin stehen die "ArbeitnehmerAnwälte" in der ganzen Republik für

- Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (einschließlich der Scheinselbstständigen)
- Betriebsräte, Gesamt-, Konzern und Europäische Betriebsräte
- Personalräte
- Schwerbehindertenvertretungen, Gesamt- und Konzernschwerbehindertenvertretungen
- Gewerkschaften

mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihrem Engagement zur Verfügung.

Unsere Zusammenarbeit beruht auf gemeinsamer Überzeugung. Wir wollen über den Erfahrungsaustausch hinaus eine effektive Vertretung von Arbeitnehmerinteressen bundesweit organisieren. Außerdem bringen sich die Mitglieder der Kooperation auch über die anwaltliche Tätigkeit hinaus fallübergreifend in die rechtliche und rechtspolitische Diskussion ein.

Zu den einzelnen Kanzleien

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Unsere Kanzlei in Berlin

dka Rechtsanwälte | Fachanwälte

Anwälte der Kanzlei

Christian Fraatz*, Dieter Hummel*, Mechtild Kuby*, Nils Kummert*, Sebastian Baunack*, Dr. Lukas Middel, Sandra Kunze*, Dr. Silvia Velikova*, Anne Weidner*, Marion Burghardt*, Damiano Valgolio, Gerd Denzel, Norbert Schuster, Lutz Seybold*, Mara Neele Künkel, Daniel Weidmann*

Kontaktdaten

Immanuelkirchstraße 3 - 40
10405 Berlin

Telefon: 030 - 4 46 79 20
Telefax: 030 - 44 67 92 20
info@dka-kanzlei.de
www.dka-kanzlei.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Hamburg

Rechtsanwälten Müller-Knapp • Hjort • Wulff Partnerschaft

Anwälte der Kanzlei

Klaus Müller-Knapp*, Jens Peter Hjort*, Manfred Wulff*, Ute Kahl*, Dr. Julian Richter*, Andreas Bufalica*, Dr. Lisa Moos, Heiner Fechner, Christopher Kaempf

Kontaktdaten

Kaemmererufer 20
22303 Hamburg

Telefon: 040 - 650 666 90
Telefax: 040 - 650 666 999
kanzlei@arbeitsrechtsanwaelte-hamburg.de
www.arbeitsrechtsanwaelte-hamburg.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Bremen

Kanzlei Sieling Winter Dette Nacken

Anwälte der Kanzlei

Tilo Winter*, Dieter Dette*, Michael Nacken*, Sonja Litzig*, Dr. jur. Pelin Öğüt*, Dilek Ergün, Markus Barton, Simon Wionski*, Christoph Gottbehüt

Kontaktdaten

Am Wall 190
28195 Bremen

Telefon: 0421 - 33 75 70
Telefax: 0421 - 32 58 36
kooperation@arbeitsrecht-bremen.de
www.arbeitsrecht-bremen.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Hannover

Kanzlei Detlef Fricke, Joachim Klug

Anwälte der Kanzlei

Detlef Fricke, Joachim Klug*, Olivia Simatic

Kontaktdaten

Goseriede 12
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 70 07 40
Telefax: 0511 - 7 00 74 22
post@fricke-klug.de
www.fricke-klug.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Dortmund

Kanzlei für Arbeitsrecht

Anwälte der Kanzlei

Ingelore Stein*, Iris Woerner*, Kerstin Rogalla

Kontaktdaten

Kampstraße 4A (Krügerpassage)
44137 Dortmund

Telefon: 0231 - 82 20 13
Telefax: 0231 - 82 20 14
arbeitsrecht@ingelore-stein.de
www.ingelore-stein.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Frankfurt (1)

Büdel Bender Fachanwälte für Arbeitsrecht

Anwälte der Kanzlei

Detlef Büdel*, Udo Rein*, Nina Finger, Dr. Patrick Fütterer*, Christine Zedler

Kontaktdaten

Petersstraße 4
60313 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 13 38 58 10
Telefax: 069 - 1 33 85 81 14
anwaelte@fbb-arbeitsrecht.de
www.fbb-arbeitsrecht.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Frankfurt (2)

franzmann. fachanwälte für arbeitsrecht

Anwälte der Kanzlei

Armin Franzmann*, Yvonne Geilen*, Jan Brückmann*, Kathrin Poppelreuter

Kontaktdaten

Scheffelstraße 11
60318 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 15 39 28 20
Telefax: 069 - 15 39 28 21
mail@arbeitnehmer-kanzlei.de
arbeitnehmer-kanzlei.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Wiesbaden

Schütte & Kollegen Kanzlei für Arbeitsrecht

Anwälte der Kanzlei

Reinhard Schütte*, Kathrin Schlegel*, Jakob T. Lange*, Simon Kalck* (In Bürogemeinschaft mit: Brigitte Strubel-Mattes*)

Kontaktdaten

Adolfsallee 22
65185 Wiesbaden

Telefon: 0611 - 9 50 01 10
Telefax: 0611 - 95 00 11 20
rae@wiesbaden-arbeitsrecht.com
www.wiesbaden-arbeitsrecht.com

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Mannheim

Dr. Growe & Kollegen Kanzlei für Arbeitsrecht

Anwälte der Kanzlei

Dr. Dietrich Growe*, Stefan Gild-Weber*, Andrea von Zelewski

Kontaktdaten

P 7, 6–7 (ÖVA-Passage)
68161 Mannheim

Telefon: 0621 - 2 18 25
Telefax: 0621 - 10 54 56
mail@kanzlei-growe.de
www.kanzlei-growe.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Freiburg

Anwaltsbüro im Hegarhaus

Anwälte der Kanzlei

Michael Schubert*, Ricarda Ulbrich* (auch Fachanwältin für Sozialrecht und Mediatorin), Cornelia Czuratis

Kontaktdaten

Wilhelmstraße 10
79098 Freiburg

Telefon: 0761 - 3 87 92 11
Telefax: 0761 - 28 00 24
kanzlei@anwaltsbuero-im-hegarhaus.de
www.anwaltsbuero-im-hegarhaus.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in München

kanzlei bell.helm.partnerInnen, Menschenrechte im Betrieb

Anwälte der Kanzlei

Michael Huber, Matthias Mücke*, Dr. Rüdiger Helm, Susanne Gäbelein, Christine Steinicken*, Gerd Nies

Kontaktdaten

Schwanthalerstraße 73
80336 München

Telefon: 089 - 51 70 16 60
Telefax: 089 - 51 70 16 61
kanzlei@kanzlei-hmh.de
www.menschenrechte-im-betrieb.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

Arbeitnehmer Anwälte

Unsere Kanzlei in Nürnberg

Manske & Partner Kanzlei für Arbeitsrecht

Anwälte der Kanzlei

Jürgen Markowski*, Ute Baumann-Stadler*, Beate Schoknecht*, Sabine Feichtinger*, Thomas Müller*, Dr. Sandra B. Carlson, LL.M.*, Judith Briegel*, Andreas Bartelmeß*, Georg Sendelbeck*, Axel Angerer, Berater der Kanzlei: Wolfgang Manske*

Kontaktdaten

Bärenschanzstraße 4
90429 Nürnberg

Telefon: 0911 - 30 73 10
Telefax: 0911 - 26 51 50
kanzlei@manske-partner.de
www.manske-partner.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

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Unsere Kanzlei in Stuttgart

Bartl & Weise / Anwaltskanzlei

Anwälte der Kanzlei

Ewald Bartl*, Dirk Weise, Benja Mausner*, Maike Hellweg, Katharina Grenz, Diana Arndt-Riffler* ¹) ¹) in Bürogemeinschaft

Kontaktdaten

Johannesstr. 75
70176 Stuttgart

Telefon: 0711 - 633 24 30
Telefax: 0711 - 633 24 320
info@bartlweise.de
www.bartlweise.de

* Fachanwälte für Arbeitsrecht

Arbeitnehmer Anwälte

Was kann ich machen, wenn der Chef mich zu einem Gespräch in sein Büro einlädt?

Muss ich der Aufforderung zum persönlichen Gespräch mit dem Vorgesetzten, Personalleiter usw. nachkommen?

Kann ich ein Betriebsratsmitglied oder die Schwerbehindertenvertretung mitnehmen?

Kann ich einen Freund mitnehmen?

Kann ich einen Anwalt/Gewerkschaftsvertreter mitnehmen?

Wie verhalte ich mich im Gespräch?

Arbeitnehmer Anwälte

Muss ich der Aufforderung zum persönlichen Gespräch mit dem Vorgesetzten, Personalleiter usw. nachkommen?

Grundsätzlich sind Arbeitnehmer verpflichtet, an Personalgesprächen teilzunehmen, wenn sie Bezug zur Arbeit haben und in der Arbeitszeit stattfinden (Hintergrund: Weisungsrecht des Arbeitgebers).
Beispiele: Beurteilungsgespräch, Kritikgespräch, Gespräch über Änderung in den Arbeitsabläufen

Was, wenn der Arbeitgeber nicht sagt, worum es gehen soll?

Was, wenn die Änderung oder Aufhebung des Arbeitsvertrags besprochen werden soll?

Arbeitnehmer Anwälte

Was, wenn der Arbeitgeber nicht sagt, worum es gehen soll?

Fragen Sie vor dem Gespräch ausdrücklich nach dem Thema. Wenn das Thema auch auf Nachfrage nicht vorher genannt wird, empfehlen wir trotzdem, das Gespräch nicht von Anfang an zu verweigern. Warten Sie ab, worum es geht, und reagieren Sie dann.

Arbeitnehmer Anwälte

Was, wenn die Änderung oder Aufhebung des Arbeitsvertrags besprochen werden soll?

Sie sind nach der Rechtsprechung nicht verpflichtet, mit dem Arbeitgeber über die Änderung oder Aufhebung Ihres Arbeitsvertrags zu sprechen.
Wenn Sie solch ein Gespräch trotzdem führen: Hören Sie zu, stellen Sie Fragen, aber geben Sie selbst noch keine Erklärungen ab. Für Erklärungen brauchen Sie in aller Regel Bedenkzeit. Unterschreiben Sie nichts sofort.

Arbeitnehmer Anwälte

Kann ich ein Betriebsratsmitglied oder die Schwerbehindertenvertretung mitnehmen?

Ein Betriebsratsmitglied darf auf Ihren Wunsch teilnehmen, wenn

- es (auch) um die Beurteilung Ihrer Leistung, das Arbeitsentgelt oder die berufliche Entwicklung geht (das ist sehr oft der Fall, z. B. auch im Zusammenhang mit einer möglichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses),
- es um ungenügende Kenntnisse und Fähigkeiten wegen einer Änderung Ihres Tätigkeitsfeldes geht,
- über Inhalt und Berechtigung Ihrer Beschwerde gesprochen wird,
- das Gespräch im Rahmen der Einsicht in Ihre Personalakte geführt wird.

Wenn Sie kein Betriebsratsmitglied dabei haben wollen, muss der Arbeitgeber (und der Betriebsrat) dies beachten.

Wenn Sie schwerbehindert sind, können Sie die Schwerbehindertenvertretung bitten, am Gespräch teilzunehmen. Der Arbeitgeber muss dies aber nicht zulassen.

Arbeitnehmer Anwälte

Kann ich einen Freund mitnehmen?

Einen Kollegen, der nicht Betriebsratsmitglied ist, können Sie nur mit dem Einverständnis des Arbeitgebers beim Gespräch hinzuziehen. Der Arbeitgeber wird dies in der Regel nicht verweigern.

Auch für die Mitnahme unternehmensfremder Personen ist das Einverständnis des Arbeitgebers nötig.

Arbeitnehmer Anwälte

Kann ich einen Anwalt/Gewerkschaftsvertreter mitnehmen?

Nach überwiegender Meinung haben Sie grundsätzlich keinen Anspruch darauf, dass Ihr Rechtsanwalt (oder gewerkschaftlicher Rechtsbeistand) am Gespräch teilnehmen darf. Anders ist es,

- wenn der Arbeitgeber selbst einen Anwalt oder eine andere unternehmensfremde Person mitbringt („Waffengleichheit“),
- Sie zum Verdacht einer Arbeitspflichtverletzung angehört werden (Verdachtskündigung),
- das Gespräch Themen betrifft, die nicht vom Weisungsrecht des Arbeitgebers umfasst sind.

Arbeitnehmer Anwälte

Wie verhalte ich mich im Gespräch?

Machen Sie sich Notizen (im Gespräch, notfalls unmittelbar danach). Nur so kennen Sie den Inhalt des Gesprächs auch nach Wochen. Wenn sich nur der Arbeitgeber Notizen macht (und dies macht er immer), ist er Ihnen bei einer rechtlichen Auseinandersetzung voraus.

Wenn die Änderung oder Aufhebung des Arbeitsvertrags besprochen werden soll

Wenn Ihnen Vorwürfe zu Ihrem Verhalten gemacht werden

Wenn Sie zu Ihrer Gesundheit befragt werden

Wenn Ihnen mitgeteilt wird, dass Ihr Arbeitsplatz wegfällt

Wenn Ihnen mündlich "gekündigt" wird

Wenn Ihnen ein Kündigungsschreiben vorgelegt wird

Wenn Ihnen ein Aufhebungsvertrag zur sofortigen Unterschrift vorgelegt wird

Wenn Sie freigestellt (suspendiert) werden

Wenn Sie angeschrien werden

Wenn Sie Hausverbot erteilt bekommen

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Wenn die Änderung oder Aufhebung des Arbeitsvertrags besprochen werden soll

Hören Sie zu, stellen Sie Fragen, aber geben Sie selbst noch keine Erklärungen ab. Für Erklärungen brauchen Sie in aller Regel Bedenkzeit.

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Wenn Ihnen Vorwürfe zu Ihrem Verhalten gemacht werden

Achtung, das Gespräch kann dazu dienen, eine Kündigung vorzubereiten.

Wenn sich die Vorwürfe sehr leicht sofort aufklären lassen (z.B. bei Verwechslungen, Missverständnissen), nutzen Sie das Gespräch hierzu.

Wenn Sie die Vorwürfe nicht sofort in allen Einzelheiten nachvollziehen können (so wird es oft sein), sagen Sie, dass Sie dazu ohne Vorbereitung keine Stellungnahme abgeben können. Um einen weiteren Gesprächstermin brauchen Sie von sich aus nicht zu bitten.

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Wenn Sie zu Ihrer Gesundheit befragt werden

Beantworten Sie keine Fragen dazu, welche Krankheit Sie haben. Der Arbeitgeber hat hierauf keinen Anspruch. Er kann bei länger andauernder, bescheinigter Arbeitsunfähigkeit auch keine Aussagen dazu verlangen, wann Sie wieder arbeitsfähig sein werden.

Wenn der Arbeitgeber ein sog. betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchführen will, bitten Sie sich hierzu Bedenkzeit aus. Die Teilnahme ist für Sie freiwillig. Sie muss gut überlegt sein, weil das BEM auch Nachteile mit sich bringen kann.

Wenn es einen Betriebsrat gibt, fragen Sie dort, ob es betriebliche Regelungen zu Kranken(rückkehr)gesprächen und BEM gibt.

Überlegen Sie auch im Umgang mit Kollegen, wie weit Sie diese über Ihren Gesundheitszustand informieren wollen. Legen Sie auf Diskretion gegenüber dem Arbeitgeber Wert.

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Wenn Ihnen mitgeteilt wird, dass Ihr Arbeitsplatz wegfällt

Wenn Ihnen ein anderer Arbeitsplatz angeboten wird

Wenn Ihnen angeboten wird, das Arbeitsverhältnis gegen eine Abfindung zu beenden

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Wenn Ihnen ein anderer Arbeitsplatz angeboten wird

Stellen Sie Fragen, um den neuen Arbeitsplatz einschätzen zu können. Ggf. erbitten Sie auch Schriftliches (z. B. Arbeitsplatzbeschreibung und Organigramm, wenn betriebsüblich.) Klären Sie, ob der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag ändern will. Wenn Sie um Ihr Einverständnis gebeten werden, bitten Sie sich Bedenkzeit aus.

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Wenn Ihnen angeboten wird, das Arbeitsverhältnis gegen eine Abfindung zu beenden

Lassen Sie sich ein konkretes schriftliches Angebot aushändigen und erbitten Sie hierzu Bedenkzeit.

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Wenn Ihnen mündlich "gekündigt" wird

Eine mündliche Kündigung ist unwirksam. Darauf brauchen Sie den Arbeitgeber aber nicht hinzuweisen.

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Wenn Ihnen ein Kündigungsschreiben vorgelegt wird

Geben Sie dazu keine Erklärung ab.

Wenn der Arbeitgeber verlangt, dass Sie die Kündigung schriftlich bestätigen

Wenn der Arbeitgeber verlangt, dass Sie den Empfang der Kündigung schriftlich bestätigen

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Wenn der Arbeitgeber verlangt, dass Sie die Kündigung schriftlich bestätigen

Bestätigen Sie nie eine Kündigung schriftlich. Bestätigen Sie allenfalls, dass Sie die Kündigung ERHALTEN haben.

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Wenn der Arbeitgeber verlangt, dass Sie den Empfang der Kündigung schriftlich bestätigen

Sie sind nicht zur Abgabe einer Empfangsbestätigung verpflichtet. Wenn Sie aber wollen, können Sie auf das Exemplar des Kündigungsschreibens, das beim Arbeitgeber bleibt, "erhalten am ...", "empfangen am ..." oder ähnlich schreiben und Ihre Unterschrift dazusetzen.

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Wenn Ihnen ein Aufhebungsvertrag zur sofortigen Unterschrift vorgelegt wird

Nicht unterschreiben! Unterschreiben Sie keinen Aufhebungsvertrag ohne Bedenkzeit. Gegen einen Aufhebungsvertrag können Sie (anders als gegen eine Kündigung) im Nachhinein grundsätzlich nichts mehr unternehmen. Wenn der Arbeitgeber Ihnen keine Bedenkzeit geben will, handelt es sich nicht um ein faires Angebot; denn anderenfalls bräuchte der Arbeitgeber Sie nicht zu überrumpeln. Lassen Sie sich den Vertragsentwurf aushändigen und sich unabhängig beraten.

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Wenn Sie freigestellt (suspendiert) werden

Der Arbeitgeber ist unter Umständen berechtigt, Sie vorläufig nicht weiter arbeiten zu lassen. Klären Sie dies im Nachhinein. Erklären Sie sich selbst nicht mit einer Freistellung einverstanden, da eine solche Erklärung Rechtsnachteile haben kann.

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Wenn Sie angeschrien werden

Schreien Sie nicht zurück. Bleiben Sie selbst ruhig und lassen Sie das Geschrei so ins Leere laufen. Wenn der Gesprächspartner nicht zu einer normalen Gesprächsform zurückfindet, können Sie das Gespräch auch abbrechen. Erwägen Sie, sich unverzüglich beim Betriebsrat oder bei dem nächsthöheren Vorgesetzten oder Personalverantwortlichen zu beschweren.

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Wenn Sie Hausverbot erteilt bekommen

Ein Hausverbot sollten Sie im Zweifel zunächst einhalten, auch wenn es Ihnen unberechtigt vorkommt. Wenn der Arbeitgeber es aufrecht erhält, lassen Sie es im Nachhinein prüfen.

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Wie soll ich mich verhalten, wenn mein Arbeitgeber mir eine Kündigung übergibt?

Welche ersten Schritte sind notwendig?

Wie geht es weiter?

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Welche ersten Schritte sind notwendig?

Wenn Sie gegen die Kündigung nichts unternehmen, wird sie 3 Wochen nach Zugang automatisch wirksam! Lassen Sie sich deshalb schnell rechtlich beraten.

Melden Sie sich unverzüglich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend, notfalls zunächst telefonisch.

Wenn der Arbeitgeber Sie von der Arbeit freistellt oder Sie "in den Urlaub schickt", stimmen Sie dem nicht zu. Lassen Sie sich hierzu erst beraten.

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Wenn Sie gegen die Kündigung nichts unternehmen, wird sie 3 Wochen nach Zugang automatisch wirksam! Lassen Sie sich deshalb schnell rechtlich beraten.

Rechtsrat erteilen die Gewerkschaften, die Rechtsanwälte und ggf. die Öffentliche Rechtsauskunft. Ein deutschlandweites Netz von spezialisierten Anwälten, die ausschließlich die Arbeitnehmerseite beraten, sind die "ArbeitnehmerAnwälte".

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Wie geht es weiter?

Das deutsche Kündigungsschutzrecht ermöglicht, gerichtlich überprüfen zu lassen, ob eine Kündigung wirksam ist.

Wenn die Unwirksamkeit einer Kündigung festgestellt wird, setzt sich das Arbeitsverhältnis fort.

Auf Abfindungen gibt es keinen Rechtsanspruch, wenn sie nicht geregelt sind (zum Beispiel in Sozialplänen). Abfindungen können aber mit dem Arbeitgeber vereinbart werden, wenn im Gegenzug die Kündigung akzeptiert wird. Dies kann ohne gerichtliches Verfahren oder während eines gerichtlichen Verfahrens geschehen.

Behalten Sie die Kündigung nicht für sich. Eine Kündigung kann jeden Arbeitnehmer treffen, ohne dass die Schuld bei ihm liegen muss. Suchen Sie Unterstützung in der Familie, bei Freunden und Bekannten.

Arbeitnehmer Anwälte

Das deutsche Kündigungsschutzrecht ermöglicht, gerichtlich überprüfen zu lassen, ob eine Kündigung wirksam ist.

Wenn Sie in einem sog. Kleinbetrieb arbeiten (Faustregel: "bis 10 Vollzeitarbeitnehmer"), ist der Kündigungsschutz sehr eingeschränkt.

Wenn Sie in einem größeren Betrieb arbeiten (Faustregel: "mehr als 10 Vollzeitarbeitnehmer"), dürfen neben den außerordentlichen, fristlosen Kündigungen nur verhaltens-, personen- und betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden. Der Arbeitgeber muss die Voraussetzungen darlegen und beweisen. Lassen Sie von Ihrer Rechtsberatung prüfen, ob Ihre Kündigung voraussichtlich für unwirksam erklärt werden wird oder nicht.

Besonderen Kündigungsschutz haben Schwerbehinderte, Schwangere, Betriebsratsmitglieder, Auszubildende, unter Umständen langjährig Beschäftigte und andere Gruppen. Kein Arbeitnehmer ist jedoch "unkündbar", weil außerordentliche Kündigungen nicht ausgeschlossen werden können.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, kann diese einen Großteil der Rechtsberatungs- und Prozesskosten tragen. Die Gewerkschaften beraten und vertreten ihre Mitglieder kostenlos. Wenn Sie nicht rechtsschutzversichert und nicht Gewerkschaftsmitglied sind, lassen Sie sich trotzdem beraten. Erstberatungen sind nicht teuer. Für ein gerichtliches Verfahren können Sie unter Umständen staatliche Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.